• BPFilter für Bedarfsplanung
  • 1/2Filter für Vorentwurfsplanung
  • 3/8Filter für Entwurfsplanung, Ausführungsplanung und Bauausführung
  • MFilter für Einschränkung der Motorik, Kondition und Anthropometrie
  • VFilter für Einschränkung der visuellen Wahrnehmung
  • AFilter für Einschränkung der auditiven Wahrnehmung
  • KFilter für Einschränkung der Kognition
  • GFilter für Gebäude
  • AFilter für Außenräume

Mit der Filterfunktion können Sie die Anzeige im Bereich Handlungsfelder einschränken.


Durch die Aktivierung der Filterfunktion ist es möglich, die komplexen Inhalte maßgeschneidert schnell zu erfassen. Eine Filterung ist möglich nach: Verfahrensschritten, Einschränkungen und Innen- und Außenraum. Die nicht relevanten Kapitel werden in der Navigation (links) inaktiv dargestellt. In den Texten der einzelnen Kapitel werden nur Informationen dargestellt, die für die ausgewählte Filterung gelten.
Anwendungshinweise

3 Gehwege und äußere Erschließungsflächen

„Gehwege müssen ausreichend breit sein für die Nutzung mit dem
Rollstuhl oder mit Gehhilfen, auch im Begegnungsfall.(...) Gehwegbegrenzungen sind so zu gestalten, dass sie mit dem Blindenstock leicht und sicher wahrgenommen werden können."

Schutzziel nach DIN 18040-1, Kapitel 4.2.1 - Gehwege, Verkehrsflächen

3.4 Oberflächengestaltung

  • Filter für Bedarfsplanung ist aktiv.ESFilter für Bedarfsplanung ist aktiv.
  • EWEWFilter für Vorentwurfsplanung ist aktiv.
  • AAFilter für Entwurfsplanung, Ausführungsplanung und Bauausführung ist aktiv.
  • MMFilter für Einschränkung der Motorik, Kondition und Anthropometrie ist aktiv.
  • VVFilter für Einschränkung der visuellen Wahrnehmung ist aktiv.
  • AAFilter für Einschränkung der auditiven Wahrnehmung ist nicht relevant.
  • KKFilter für Einschränkung der Kognition ist nicht relevant.
  • GGFilter für Gebäude ist nicht relevant.
  • AAFilter für Außenräume ist aktiv.

Oberflächen von Wegen und Erschließungsflächen müssen eben und fest sein, sodass sich Rollstuhlnutzende oder Menschen mit Rollator auch im feuchten Zustand leicht und erschütterungsarm darauf bewegen können.

vgl. DIN 18040-1:2010-01, Kapitel 4.2.1
vgl. DIN 18040-3:2014-12, Kapitel 4.4

Zudem dürfen Witterungseinflüsse wie herunterfallendes Laub oder Schnee die Nutzbarkeit der Wege nicht beeinträchtigen. Daher ist zu beachten, dass stets ausreichende Wegbreiten und das Bodenleitsysteme nutzbar ist.

Grundsätzlich eignen sich für Erschließungsflächen eher ebene und größere Bodenbelagsformate. Rauere und kleinteilige Formate hingegen eignen sich für Aufenthaltsbereiche, gastronomische Flächen, Einfahrten und Flächen für Geschäftsauslagen. Fugenreiche oder gefaste Pflasterbeläge in Bewegungsbereichen erschweren es unter Umständen, Leitlinien wahrzunehmen.

Rutschwiderstand

Bewegungsflächen und Gehwege müssen für eine barrierefreie Nutzung rutschhemmend sein. Dies lässt sich erreichen durch:

  • einen SRT-Wert > 55 oder 
  • einen R-Wert von mindestens R 11 oder R 10/V4.

vgl. DIN 18040-3:2014-12, Kapitel 4.4

Im Außenraum ist es üblich, den Rutschwiderstand über Mikro- und Makrorauheit zu definieren. Das „Merkblatt über den Rutschwiderstand von Pflasterdecken und Plattenbelägen für den Fußgängerverkehr“ (FGSV 2020) gibt Hinweise zur Rutschhemmung verschiedener Oberflächen nach dem Einbau und nach einem Jahr Liegezeit.

Die großen Schwankungen der Mikrorauheit von Natursteinoberflächen lassen sich mit der großen Varianz an Materialeigenschaften und Bearbeitungsmöglichkeiten erklären. Geflammte, gestockte oder sandgestrahlte Oberflächen erzielen in der Regel die für den Außenraum notwendigen Rutschwiderstandswerte – in Abhängigkeit von Art und Form des verwendeten Natursteins.

Die Rutschhemmung von Klinker- und Betonprodukten lässt sich durch makroraue Strukturen verbessern, die bei der Herstellung in die Oberflächen eingearbeitet werden.

Belag

 

Mittelwert  Mikrorauheit

≤ 1 Jahr

   Betonsteinpflaster

59,0

   Natursteipflaster 62,3
   Kleinpflaster 59,8
   Betonsteinplatten ungeschliffen 64,6
   Betonsteinplatten geschliffen 44,8
   Natursteinplatten ungeschliffen 67,1
   Natursteinplatten geschliffen 29,8

 

Die Tabelle zeigt Messungen an verschiedenen Bodenmaterialien. Die Mikrorauheit sollte einen Wert von 55 oder höher erreichen (SRT-Wert). Eine Makrorauheit (AM-Wert) größer 40 kann einen Mangel an Mikrorauheit teilweise kompensieren.

Mikrorauheit (SRT-Messung) und Makrorauheit (AM-Messung) von Bodenbelägen nach FGSV 1997.