Zur Servicenavigation - Zur Navigation - Zur Unternavigation - Zur Filterung Handlungsfelder - Zum Inhalt - Zur Fußzeile

  • Filterauswahl
  • ESFilter für Qualifizierung zur Entscheidungsunterlage-Bau (ES-Bau)
  • EWFilter für Entwurfsunterlage-Bau (EW-Bau)
  • AFilter für Ausführungsplanung
  • MFilter für Einschränkung der Motorik, Kondition und Anthropometrie
  • VFilter für Einschränkung der visuellen Wahrnehmung
  • AFilter für Einschränkung der auditiven Wahrnehmung
  • KFilter für Einschränkung der Kognition
  • GFilter für Gebäude
  • AFilter für Außenräume

Mit der Filterfunktion können Sie die Anzeige im Bereich Handlungsfelder einschränken.


Durch die Aktivierung der Filterfunktion ist es möglich, die komplexen Inhalte maßgeschneidert schnell zu erfassen. Eine Filterung ist möglich nach: Verfahrensschritten, Einschränkungen und Innen- und Außenraum. Die nicht relevanten Kapitel werden in der Navigation (links) inaktiv dargestellt. In den Texten der einzelnen Kapitel werden nur Informationen dargestellt, die für die ausgewählte Filterung gelten.

6. Treppen und Stufen

Orientierungshilfen an Treppen und Einzelstufen
"Mit nachfolgenden Eigenschaften sind Treppen für Menschen mit begrenzten motorischen Einschränkungen sowie blinde und sehbehinderte Menschen barrierefrei nutzbar."

6.5 Handläufe an Treppen

  • Filter für Qualifizierung zur Entscheidungsunterlage-Bau (ES-Bau) ist nicht relevant.ESFilter für Qualifizierung zur Entscheidungsunterlage-Bau (ES-Bau) ist nicht relevant.
  • EWEWFilter für Entwurfsunterlage-Bau (EW-Bau) ist aktiv.
  • AAFilter für Ausführungsplanung ist aktiv.
  • MMFilter für Einschränkung der Motorik, Kondition und Anthropometrie ist aktiv.
  • VVFilter für Einschränkung der visuellen Wahrnehmung ist aktiv.
  • AAFilter für Einschränkung der auditiven Wahrnehmung ist nicht relevant.
  • KKFilter für Einschränkung der Kognition ist aktiv.
  • GGFilter für Gebäude ist aktiv.
  • AAFilter für Außenräume ist aktiv.

Um sicheren Halt bei der Benutzung zu bieten, sind Handläufe auf beiden Seiten der Treppe und der Zwischenpodeste anzubringen. Die Handlauf­ober­kante muss sich in einer Höhe von 85 bis 90 cm über der Stufenvorderkante oder Oberkante Fertigfußboden des Podestes befinden. 

vgl. DIN 18040-1:2010-10, Kapitel 4.3.6.3

Diese Handlaufhöhe sollte auch bei Kombination mit einem höheren Geländer eingehalten werden.

Regelungen zu Absturzsicherungen sind den Bauordnungen der Länder und den Regelungen der Unfallversicherer zu entnehmen. vgl. LBO

Handläufe müssen mindestens 30 cm über Anfang und Ende der Treppenläufe hinausreichen.

vgl. DIN 18040 1:2010 10, Kapitel 4.3.6.3

Die Vorgabe der 30 cm langen Fortführung der Handläufe dient der Sicherheit aller Nutzer, insbesondere bei Menschen mit Gleichgewichts-störungen und Einschränkungen der visuellen Wahrnehmung. Die genaue Umsetzung in der Ausführung ist sorgsam in die Treppengeometrie einzubeziehen.

An der obersten Treppenstufe ist ein Abknicken in die waagerechte Weiterführung in einer Länge von 30 cm über die letzte Stufenkante vorzusehen.

Am unteren Treppenende muss der Handlauf um eine Länge des Stufen-auftrittes in der Neigung des Treppenlaufs über die unterste Stufe hinaus fortgeführt werden, um eine durchgehend gleichmäßige Handlaufhöhe einzuhalten. Erst dann kann die 30 cm lange, waagerechte Weiterführung beginnen. Demnach reicht der Handlauf aus geometrischen Gründen circa 60 cm (beziehungsweise Abmessung Stufenauftritt plus 30 cm) über die Stufenvorderkante hinaus.

Bei beengten Platzverhältnissen im Bestand oder beispielsweise bei durchgehenden Treppenhäusern ist die Weiterführung der Handläufe vor allem am unteren Treppenaustritt in gerader Linie nicht immer umsetz-bar. In diesem Fall ist anzustreben, die Handläufe mindestens 30 cm weiterzuführen.

Ab einer Treppenbreite von 12 m ist im Außenraum ein zusätzlicher Mittelhandlauf vorzusehen.

vgl. DIN 18040-3:2014 12, Kapitel 5.4.4

Gut umgreifbar sind runde oder ovale Handläufe mit einem Durchmesser von 3 bis 4,5 cm.

vgl. DIN 18040 1:2010 10, Kapitel 4.3.6.3

Empfohlene Querschnitte von runden und ovalen Handläufen an Treppen mit einem Umfang von 3 bis 4,5 cm. Sicheres Umgreifen rechteckiger Profile kann durch abgerundete Kanten verbessert werden.
Empfohlene Querschnitte von runden und ovalen Handläufen an Treppen. Sicheres Umgreifen rechteckiger Profile kann durch abgerundete Kanten verbessert werden.

Bei der Wahl anderer Profile ist die Umgreifbarkeit sicherzustellen. Zur Bemessung von abgerundeten Rechteck- und Flachstahlprofilen kann beispielsweise analog ein Umfang von 9,5 bis 14,5 cm angenommen werden.

Handlaufhalterungen sind an der Unterseite vorzusehen, Abschlüsse von frei in den Raum ragenden Handlaufenden sind abzurunden.

vgl. DIN 18040 1:2010 10, Kapitel 4.3.6.3

Handläufe sollten zu ihrem Hintergrund einen deutlichen visuellen Kontrast aufweisen.

vgl. DIN 18040 1:2010 10, Kapitel 4.3.6.3, vgl. DIN 32986:2015 01, Kapitel 5.2

Zusätzlich können Handläufe die Rolle der sonstigen Leitelemente übernehmen und in der Gestaltung in das Leit- und Orientierungssystem einbezogen werden. (siehe Kapitel 2.4).

Handläufe sollten taktile Informationen (in Brailleschrift und erhabener Profilschrift) zur Orientierung enthalten, wie Angaben zu Etage und Wegebeziehungen. Zu beachten ist, dass die Handlaufbeschriftung immer an einer bestimmten Stelle des Handlaufs zu finden sein sollte, entweder an dem schrägen oder geraden Stück direkt am Handlaufknick. Am jeweiligen Handlauf je Laufrichtung sind die Brailleschrift auf der den Stufen abgewandten Seite des Handlaufs anzubringen und die Profilschrift oben am Handlauf.

vgl. DIN 18040 1:2010-10, Kapitel 4.3.6.3, vgl. DIN 32986:2015 01, Kapitel 5.2

In Arbeitsstätten sind die wandseitigen Handläufe um das Maß des Auftritts weiterzuführen. Die horizontale Weiterführung am unteren Treppenantritt um weitere 30 cm ist nicht notwendig. Am Treppenauge ist die Weiterführung nicht erlaubt. vgl. ASR V3a.2, Anhang A1.8

In Arbeitsstätten sind die wandseitigen Handläufe um das Maß des Auftritts weiterzuführen.
In Arbeitsstätten sind die wandseitigen Handläufe um das Maß des Auftritts weiterzuführen.
Im Bestand, in durchgehenden Treppenhäusern oder bei Treppen wie abgebildet ist die waagerechte Weiterführung des Handlaufs nicht immer möglich. Schwerpunkt der Planung ist auf die Durchgängigkeit des Handlaufes zu legen. Beispielsweise kann wie abgebildet eine Weiterführung um die Ecke den Halt und Stabilität der Menschen mit Gleichgewichtsstörungen oder mit Einschränkungen der visuellen Wahrnehmung noch ausreichend sichern.
Sowohl am Antritt als auch am Austritt der Treppe ist der Handlauf 30 cm waagerecht weitergeführt.
Sowohl am Antritt als auch am Austritt der Treppe ist der Handlauf 30 cm waagerecht weitergeführt.
Abweichende Lösungen: In Bestandsituationen oder in begründeten Fällen kann die Weiterführung des Handlaufes am Treppenantritt zum Hindernis werden. In diesem Fall ist die horizontale Weiterführung sorgfältig abzuwägen. Besonderes Augenmerk ist auf die Ausbildung der Handlaufenden zu legen, um den Halt so weit wie möglich zu unterstützen.

Für kleinwüchsige Beschäftigte müssen zusätzliche Handläufe in einer Höhe von 65 cm angebracht werden. vgl. ASR V3a.2, Anhang A1.8

 

Gebaute Beispiele

Hinweise Abbildungen

Verlängerter, aus Platzgründen um die Ecke geführter, waagerechter Handlauf – Zentrum für Energietechnik der Technischen Universität Dresden
Verlängerter, aus Platzgründen um die Ecke geführter waagerechter Handlauf – Zentrum für Energietechnik der TU Dresden (knerer und lang Architekten Dresden, Foto: TU Dresden)
Mittlerer Handlauf mit Bodenaufkantung und Stufenmarkierungen sowie Gestaltung durch verschiedene Bodenbeläge – 101. Mittelschule Dresden
Mittlerer Handlauf und Stufenmarkierungen sowie Gestaltung durch verschiedene Bodenbeläge – 101. Mittelschule Dresden (Klinkenbusch + Kunze, Foto: Hanns Joosten)
Handlaufbeschriftungen in Brailleschrift und Pyramidenschrift – Fortbildungsakademie der Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen Bonn
Handlaufbeschriftungen in Brailleschrift und Pyramidenschrift – Fortbildungsakademie der Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen Bonn (Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen, Foto: TU Dresden)
Nach oben