Der Aspekt Motorik, Kondition und Anthropometrie umfasst insbesondere Bedarfe von Menschen mit dauerhaft oder zeitweilig reduziertem Bewegungsvermögen, vor allem der Arme, Beine und Hände, Menschen, die Mobilitätshilfen oder Rollstühle nutzen, die klein- oder großwüchsig sind, keine übliche Anthropometrie aufweisen, wie beispielsweise Kinder, sowie Menschen, die über eine reduzierte Kondition verfügen (z. B. alters- oder krankheitsbedingt) oder auch Kinderwagen oder Gepäck transportieren.
Schwerpunkte des baulichen Handlungsbedarfs
- Ausreichender Platzbedarf (z. B. bei Fluren, Abstellflächen oder Wartebereichen)
- Notwendigkeit von niveaugleichen Übergängen (Schwellenlosigkeit)
- Durchgängige barrierefreie horizontale sowie vertikale Erschließung (mithilfe von Aufzügen, Rampen oder geneigten Wegen)
- Beachten von geometrischen Anforderungen (z. B. Handlaufhöhen, Unterfahrbarkeit von Sanitärausstattung), Bewegungsflächen (z. B. vor Türen) oder Höhen von Bedienungselementen (wie Klingelanlagen oder Taster)
- Einhalten der angemessenen geringen Kraftanwendung (wie bei Bedienung der Türen)
- Berücksichtigung eingeschränkter Ausdauer (z. B. durch Angebot von Sitzgelegenheiten)