Kognitive Fähigkeiten umfassen insbesondere Bedarfe von Menschen, die neue oder komplexe Informationen schwer verstehen und beurteilen können, Menschen mit reduzierter Orientierungsfähigkeit und Gedächtnisleistung, Menschen, die neue Fertigkeiten schwer oder nicht erlernen und anwenden können oder die älter und demenzerkrankt sind und aufgrund der demografischen Entwicklung eine sehr stark wachsende Personengruppe darstellen. Im Alter verlangsamen sich sowohl die Denk- als auch die Handlungsprozesse.
Schwerpunkte des baulichen Handlungsbedarfs sind:
- Verbesserung der Orientierung (insbesondere in komplexen Grundrissstrukturen wie Krankenhäusern oder Verwaltungen)
- klar strukturierte Erschließungssysteme (z. B. Hierarchisierung der Wege, Lage der Aufzüge neben den Treppen)
- klare, überschaubare Grundrissgestaltung (z. B. durch Sichtbezüge nach innen und außen)
Die Informationen und Orientierungshilfen müssen leicht begreifbar und gut merkbar sein. Dies kann durch die folgenden Maßnahmen erreicht werden:
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Verwendung Leichter Sprache
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schriftliche Informationen, die als gesprochene Texte identisch wiedergegeben werden
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Wiederholen von Durchsagen
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Ergänzung von Textinformationen durch Bildzeichen/Piktogramme
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Ausführung von Orientierungshilfen und Informationsanlagen einer vergleichbaren Funktion an verschiedene Orten jeweils nach einem einheitlichen Anordnungsprinzip und in gleicher Gestaltung