• BPFilter für Bedarfsplanung
  • 1/2Filter für Vorentwurfsplanung
  • 3/8Filter für Entwurfsplanung, Ausführungsplanung und Bauausführung
  • MFilter für Einschränkung der Motorik, Kondition und Anthropometrie
  • VFilter für Einschränkung der visuellen Wahrnehmung
  • AFilter für Einschränkung der auditiven Wahrnehmung
  • KFilter für Einschränkung der Kognition
  • GFilter für Gebäude
  • AFilter für Außenräume

Mit der Filterfunktion können Sie die Anzeige im Bereich Handlungsfelder einschränken.


Durch die Aktivierung der Filterfunktion ist es möglich, die komplexen Inhalte maßgeschneidert schnell zu erfassen. Eine Filterung ist möglich nach: Verfahrensschritten, Einschränkungen und Innen- und Außenraum. Die nicht relevanten Kapitel werden in der Navigation (links) inaktiv dargestellt. In den Texten der einzelnen Kapitel werden nur Informationen dargestellt, die für die ausgewählte Filterung gelten.
Anwendungshinweise

b Zwei-Sinne-Prinzip

Das Zwei-Sinne-Prinzip stellt die Grundlage der Informationsvermittlung für Menschen mit sensorischen Einschränkungen dar. Nach diesem Grundprinzip der barrierefreien Gestaltung erfolgt die Vermittlung von Informationen über mindestens zwei Sinne. Menschen mit sensorischen Einschränkungen können Informationen über die jeweils anderen, noch intakten Sinne aufnehmen.

vgl. DIN 18040-1:2010-10, Kapitel 4.4.1

b.2 Taktile Erkennbarkeit

  • Filter für Bedarfsplanung ist aktiv.ESFilter für Bedarfsplanung ist aktiv.
  • EWEWFilter für Vorentwurfsplanung ist aktiv.
  • AAFilter für Entwurfsplanung, Ausführungsplanung und Bauausführung ist aktiv.
  • MMFilter für Einschränkung der Motorik, Kondition und Anthropometrie ist aktiv.
  • VVFilter für Einschränkung der visuellen Wahrnehmung ist aktiv.
  • AAFilter für Einschränkung der auditiven Wahrnehmung ist nicht relevant.
  • KKFilter für Einschränkung der Kognition ist nicht relevant.
  • GGFilter für Gebäude ist aktiv.
  • AAFilter für Außenräume ist aktiv.

Menschen mit starken visuellen Einschränkungen und Blindheit sind auf die Gestaltung ihrer Umgebung mittels taktiler Kontraste angewiesen. 

Taktile Kontraste müssen mit den Händen, Füßen und/oder dem Blindenlangstock erfahrbar gemacht werden.  

Dazu kann das breite Spektrum möglicher Materialien im Innen- und Außenraum genutzt und gut in barrierefreie Gestaltungskonzepte integriert werden. Eine unterschiedliche Materialhaptik kann dabei überall – auf Fußböden, an Wänden, Handläufen oder Ausstattungselementen erforderlich sein.

Taktil kontrastierende Beläge

Ein taktiler Kontrast zwischen Belägen im Außenraum lässt sich durch die Auswahl unterschiedlich bearbeiteter Oberflächen erreichen und kann durch die Wahl unterschiedlicher Formate, Fugenbreiten und/oder Fugenrichtungen unterstützt werden.

vgl. DIN 32984:2023-04, Kapitel 5.9.5 

Strukturen müssen mit dem Langstock und möglichst auch mit den Füßen sicher erkannt werden können. 

vgl. DIN 32984:2023-04, Kapitel 5.9.5 

Darstellung taktile Strukturen der Bodenbeläge
Taktile Kontraste durch unterschiedliche Bearbeitungsverfahren der Materialien des Bodenbelags: gesägtes (links) und bruchraues (Mitte) Pflaster, durch die Wahl unterschiedliche Formate wie Pflaster und Platten wird die Ertastbarkeit deutlich erhöht (rechts)

Die folgende Tabelle soll die Auswahl visuell und taktil wahrnehmbarer Oberflächenkombinationen erleichtern. Beton und Natursteinmaterialien können sowohl in Bewegungs- als auch in Aufenthaltsbereichen zum Einsatz kommen. Entscheidend sind deutlich wahrnehmbare taktile und visuelle Kontraste. Geeignete Materialien für Oberflächenbeläge sind so auszuwählen, dass zwischen Bewegungs- und Aufenthaltsflächen ein taktiler und visueller Kontrast besteht.

Funktion Grundsätze Oberfläche Farbigkeit geeignete Materialien Oberfläche Anmerkungen
Bewegungsfläche eben, fest großflächig bzw. größere Formate hell, diffus, reflektierend Platten und Pflaster aus Naturstein, Klinkerpflaster, Ortbetondecken, farbige oder gesplittete Asphaldecken, wassegebundene Decken

Naturstein: gestockt, geflammt, sägerau

Beton: geschliffen*, feingestahlt, feingewaschen

Klinker: unbehandelt

 

* nur ein rauer Schliff erreicht für den Außenraum notwendige SRT-Werte

geringe Fugefrequenz, Wechsel der Fugenrichtung zum Belag im Aufenthaltsbereich, Ober- und Untergurt
dunkel, reflexionsarm Pflaster aus Naturstein, Klinkerpflaster. Ortbetondecken, Asphaltdecken, wassergebundene Decken
Aufenthaltesbereich kleinteilig bzw. kleiner Formate, rau hell Natursteipflaster, Betonpflaster, Klinkerpflaser, wassergebundene Decke

Naturstein: bruchrau, gro gestockt

Beton: grob gewaschen, grob gestockt

Klinker: grob besandet, grober Handstrich

hohe Fugenanteil, Wechsel der Fugenrichtug zum Bewegungsbereich
dunkel Natursteinpflaster, betonsteinpflaster, Klinkerpflaster, wassegebundene Decken, Rasen

 

Auch im Innenraum kann durch die Auswahl unterschiedlicher Materialien ein taktil wahrnehmbarer Kontrast erzeugt werden, beispielsweise durch weiche und harte Oberflächen oder einen erhöhten Fugenanteil.  

Beschilderung und Beschriftung

Taktil erfassbare, schriftliche Informationen sollten immer parallel in Braille- und in erhabener Profilschrift vermittelt werden. 

vgl. DIN 1450:2024-11
vgl. DIN 32975:2009-12

Die Abmessung und Ausgestaltung der erhabenen Profilschrift ist der DIN 32986 zu entnehmen. Die taktilen Informationen sind entsprechend dieser Norm anzubringen.

vgl. DIN 32986:2019-06