- BPFilter für Bedarfsplanung
- 1/2Filter für Vorentwurfsplanung
- 3/8Filter für Entwurfsplanung, Ausführungsplanung und Bauausführung
- MFilter für Einschränkung der Motorik, Kondition und Anthropometrie
- VFilter für Einschränkung der visuellen Wahrnehmung
- AFilter für Einschränkung der auditiven Wahrnehmung
- KFilter für Einschränkung der Kognition
- GFilter für Gebäude
- AFilter für Außenräume
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20 Sanitäranlagen
"Barrierefreie Sanitärräume sind so zu gestalten, dass sie von Menschen mit Rollstühlen und Rollatoren sowie blinden und sehbehinderten Menschen zweckentsprechend genutzt werden können."
Schutzziel nach DIN 18040-1, Kapitel 5.2
20.3 Toiletten und Urinale
- Filter für Bedarfsplanung ist nicht relevant.ESFilter für Bedarfsplanung ist nicht relevant.
- EWEWFilter für Vorentwurfsplanung ist aktiv.
- AAFilter für Entwurfsplanung, Ausführungsplanung und Bauausführung ist aktiv.
- MMFilter für Einschränkung der Motorik, Kondition und Anthropometrie ist aktiv.
- VVFilter für Einschränkung der visuellen Wahrnehmung ist nicht relevant.
- AAFilter für Einschränkung der auditiven Wahrnehmung ist nicht relevant.
- KKFilter für Einschränkung der Kognition ist nicht relevant.
- GGFilter für Gebäude ist aktiv.
- AAFilter für Außenräume ist nicht relevant.
WC-Becken sind in einer Höhe von 46 bis 48 cm (Oberkante einschließlich Sitz) zu montieren. Auch ist eine geeignete Rückenstütze – nicht der WC-Deckel! – 55 cm hinter der Vorderkante des WCs anzubringen.
vgl. DIN 18040-1:2010-10, Kapitel 5.3.3
WC-Becken müssen von beiden Seiten anfahrbar sein: Dafür ist jeweils eine Bewegungsfläche mit einer Tiefe von 70 cm (von der Beckenvorderkante bis zur rückwärtigen Wand) und einer Breite von je 90 cm erforderlich.
vgl. DIN 18040-1:2010-10, Kapitel 5.3.3
Ist die Bewegungsfläche zu gering und kann das WC-Becken nur einseitig angefahren werden, bestehen zwei mögliche Gestaltungsansätze:
- räumlich: Die gewünschte Anfahrseite befindet sich in einem anderen WC in der Nähe. Dabei ist auf eine entsprechende Beschilderung der Tür vorzunehmen, wo sich eine Toilette befindet, die beidseitig oder von der anderen Seite anfahrbar ist.
vgl. DIN 18040-1:2010-10, Kapitel 5.3.2
- technisch: Für bestimmte Bausituationen eignen sich verschiebbare, elektronisch gesteuerte WC-Anlagen. Diese Anlagen sind nur bei begrenztem Platzbedarf im Bestand zu empfehlen, wenn andere Lösungen nicht möglich sind.
Stützklappgriffe bei Toiletten
Stützklappgriffe müssen:
- beidseitig von Toiletten, im lichten Abstand von 65 bis 70 cm und mit einer Oberkantenhöhe von 28 cm über der Sitzhöhe angebracht werden;
- sich mit geringem Kraftaufwand, beispielsweise unterstützt durch eine Federbelastung, in selbst gewählten Etappen hochklappen lassen und 15 cm über die WC-Vorderkante hinausragen.
- Die Befestigung muss einer Punktlast von 1 kN (Kilonewton) am vorderen Ende der Stützklappgriffe standhalten. Nach VDI 6008 Blatt 2 sind 1,5 kN zu berücksichtigen.
vgl. DIN 18040-1:2010-10, Kapitel 5.3.3
vgl. VDI 6008
Bei einseitig anfahrbaren Toiletten können auch Wandstützgriffe, vorzugsweise in Winkelform, angebracht werden.
Ausstattungselemente bei Toiletten
Spülung und Toilettenpapierhalterung müssen aus der Sitzposition zu erreichen sein. Es gibt folgende Möglichkeiten für eine barrierefreie Spülung:
- manuelles Betätigen eines Tasters am Stützklappgriff
- berührungsloses Auslösen eines Sensors (ein unbeabsichtigtes Auslösen ist auszuschließen)
Die Halterung des Toilettenpapiers ist vorzugsweise in die Stützklappgriffe zu integrieren.
vgl. DIN 18040-1:2010-10, Kapitel 5.3.3
Zur Ausstattung eines barrierefreien WCs gehört außerdem ein selbstschließender Abfallbehälter, der sich mit einer Hand bedienen lässt.
vgl. DIN 18040-1:2010-10, Kapitel 5.3.3
Urinale
In größeren Anlagen sollte mindestens ein Urinal für Kinder und kleinwüchsige Menschen in einer Höhe von 50 cm installiert werden.
Bereits bei der Planung gilt es auch zu überlegen, wo sich Unterarmstützen abstellen lassen und wo Menschen sich festhalten können.


