Städtebauliche Integration
In der Nähe der Liegenschaft befinden sich zwei barrierefrei ausgebaute ÖPNV-Haltestellen. Eine gemeinsame Wegeführung zum Gebäudehaupteingang ist – mit Ausnahme der Treppenstufen zu der Hauptmagistrale – möglich.
Die Magistrale ist als autofreie Zone geplant; es besteht jedoch bei Bedarf die Möglichkeit, vorzufahren. Die Anbindung an den Individualverkehr ist durch vier barrierefreie Stellplätze im rückwärtigen Bereich gewährleistet. Die Entfernung zum Eingang beträgt ca. 25 m. Die Hanglange mit einem Höhenunterschied von ca. 1,20 m wird durch verschiedene geneigte
Wege, eine Treppe mit drei Stufen sowie eine Rampe in die Planung der Außenanlage integriert.
Das Gebäude wird auf einer mittleren Höhe verortet, um die Erreichbarkeit aus allen Richtungen zu gewährleisten.
Orientierungs- und Leitsysteme
Der Weg von der Haltestelle zum Gebäudeeingang gliedert sich in das bereits vorhandene Leitsystem ein, das überwiegend aus Sonstigen Leitelementen gebildet wird (Bodenbelagwechsel, taktiler und visueller Kontrast zwischen Kleinpflaster und ebenen Plattenflächen in den Laufzonen) und mit der Planung der gesamten Anlage entwickelt wurde. Für die Leitfunktion zu den Haupteingängen werden Streifen in einem dunkleren Kleinpflaster vorgesehen.
Das Gebäude ist einfach strukturiert und intuitiv nutzbar. Das Orientierungs- und Leitsystem wird im Gebäudeinneren größtenteils über Kontraste, Wände, Raumproportionen, Begrenzungen wie Fußleisten, Materialwechsel und markante Einrichtungsgegenstände erreicht. Die Durchquerung des Gebäudes bildet den Auftakt des inneren Leit- und Orientierungssystems. Auch die Lage der vertikalen Erschließung soll die einfache, intuitive Orientierung im Gebäude unterstützen.
Im öffentlich zugänglichen Bereich ist geplant, ein taktiles Leitsystem bis zum Seminarbereich, zur barrierefreien Toilette sowie zu einer Informationsstelle zu führen. In den weiteren Bereichen ist lediglich die Anbindung an die vertikale Erschließung gekennzeichnet. Die genaue Ausbildung des taktilen Bodenleitsystems im Gebäude erfolgt in weiteren Leistungsphasen.
Die Orientierung muss durch Farbgestaltung/Farbcodierung und Beschilderung (Piktogramme) unterstützt werden. Dazu werden innerhalb der weiteren Planung Vorschläge erarbeitet. Zu empfehlen ist die Erstellung eines inklusiven Leit- und Orientierungssystems, das für alle Nutzenden einen Mehrwert darstellt.
Alarmierung und Evakuierung
Um eine Selbstrettung der Menschen mit motorischen Einschränkungen zu ermöglichen, ist das Gebäude in mehrere Brandabschnitte unterteilt. Da die beiden Aufzüge in verschiedenen Brandabschnitten platziert sind, könnte im Brandfall immer einer benutzbar bleiben. Dieses Prinzip muss in der weiteren Planung geprüft und im Brandschutz- und Evakuierungskonzept
verankert werden. Für Menschen mit auditiven Einschränkungen ist eine visuelle Alarmierung vorgesehen. Weiterhin ist geplant, auf allen Etagen einen taktilen Fluchtwegplan anzubringen.
Außenraum
Die Terrassen vor den Besprechungsräumen werden auch für dei gemeinsamen Pausen genutzt. Die Anbindung erfolgt barrierefrei.
Es werden verschiedene Sitzgruppen angeboten, die
unterschiedliche Sitzhöhen haben und mit Rollstuhl anfahrbare Plätze integrieren.